Geräte & Design

Während Verbraucher*innen bei bestimmten Konsumgütern extrem preissensibel reagieren (z.B. Benzin, Milch), ist oft nicht bekannt, wie viel eine Kilowattstunde Energie überhaupt ist und was es bedeutet, wenn sie mehr oder weniger kostet. In der jährlichen Abrechnung verschwinden sowohl Preisbewegungen als auch individuelle Verbrauchsschwankungen (z.B. durch Urlaubstage, Differenz Wochen- oder Feiertage). Selbst wenn Nachzahlungen die persönliche Schmerzgrenze erreichen, wissen Konsument*innen nicht unbedingt, wie sie ihren Energieverbrauch besser kontrollieren können.
Ziel der Suffizienzforschung auf der Ebene der Geräte soll es sein, verschiedene Ansatzpunkte für Suffizienzstrategien herauszukristallisieren und auf mögliche Beschaffenheiten und Designs verschiedener Geräte zu übertragen, damit sie suffiziente Entscheidungen unterstützen oder abnehmen.
Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Lösungen, die den Energieverbrauch senken, sondern die den Nutzer*innen Wissen und Entscheidungen über angemessene Mengen/Einstellungen abnehmen, ohne zu entmündigen. Hier wird Entlastung geschaffen an Stellen, an denen sich Nutzer*innen auf andere Inhalte konzentrieren wollen oder müssen. Statt einen Mehraufwand stellen derlei Suffizienzansätze eine Erleichterung des Alltags dar.